Antwort auf die negativen Magento Berichte

Eine Antwort auf die vielen negativen Kommentare über die Allgemeine Zukunft von Magento. Auslöser in diesem fall: Magento und die bitteren Wahrheiten 2014

Ich habe den Eindruck, dass vieles von diesen negativen Kommentaren von Leuten kommt, die sich gar nicht die Mühe machen sich die Entwicklungen näher an zu sehen und ausschließlich Pressemitteilungen als Grundlage für Ihre aussagen nehmen. Und wenn dann Björn Schotte, Chefredakteur des PHP Magazins solche aussagen tätigt ( getätigt hier: Das Magento-Klassentreffen 2014 ):

"Kommt schon. Lasst uns einpacken. Den Sack zumachen. Die wertvollen Entwickler- und damit Innovations-Ressourcen bei den Dienstleistern lieber in andere Systeme stecken, hinter denen mehr Drive steckt oder die noch Drive benötigen. Die technologisch moderner aufgestellt sind."

Stellt man sich die Frage, ob die negativen Kommentare nicht eher persönliche Interessen zugrunde liegen haben.

Aber gut, kommen wir zu meinem eigentlichen Kommentar

Ja, was hätte aus Magento werden können wenn es nicht an EBay gefallen wäre.
Dann wäre wohl inzwischen magento3 mit ersten Beta release veröffentlicht worden. Was wiederum eine Vielzahl an Händlern und Modul Anbietern verärgert, weil es wieder BC Breaks gibt.
Der Marketshare wäre also anzunehmender weise wesentlich geringer, vermutlich sogar fallend in absoluten Zahlen. Die Qualität an Modulen und deren Auswahl wesentlich geringer, da die Leute nicht viel Geld/Zeit darin investieren wollen, wenn die nach 2 Jahren schon wieder überarbeitet werden müssen.

Diese Pläne waren vor der Übernahme durchaus absehbar, und haben sich erst nach der Übernahme durch EBay darauf geändert, lieber ein langfristig Stabiles Basissystem zu bauen, auch wenn das zur Folge hatte, längere Zeit keine Zeitpläne herrausgeben zu können. Schließlich erfordert die Entwicklung eines solches Systems durchaus ein großes maß an Forschung und tests. Das wurde durch EBay intern erledigt, anstatt wie bei anderes Systemen den User als Testobjekt zu verwenden um zu sehen wie es wird.

Konzern übernahmen sind nun mal leider etwas, dass eine ganze Zeit lang jede menge Ressourcen "verschwendet". Aber wir haben nun seit einem Jahr einen stetigen Einblick in die Entwicklung. Bekommen regelmäßig auch auf anderen Kanälen Updates über Entwicklungen und es wird auf mehr als nur einem Weg nach Feedback zu Plänen, Ideen und Entscheidungen gefragt.

Vielleicht hat Magento einiges an vertrauen verloren durch die Lange Zeit bis zum nächsten Release, aber die Version 1.x wurde ja trotzdem weiter entwickelt und es gab jedes Jahr ein neuen Release. Die Updates hier nebenbei erwähnt, sind seit der Übernahme von EBay auch wesentlich stabiler mit weniger BC breaks geworden. Aber wenn die anderen Shopsysteme weiter mithalten wollen. Ihr habt den Zeitplan. 1,5 Jahre. Wenn ihr bis dahin nicht geschafft habt gleich auf zu ziehen mit dem was Magento2 bieten wird, könnte das ein leichter Sieg werden. Unterschätzt nicht die Bedeutung ein großes unternehmen wie EBay im Rücken zu haben, wenn es um e-commerce geht. Und bedenkt auch, die Nationalen Märkte ticken sehr unterschiedlich.

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